Dienstleistungen im Bereich F&E

In der Abteilung Forschung und Entwicklung im Wärmeschutz sind die Forschungstätigkeiten des Instituts gebündelt. Thematisch haben sich dabei in den letzten Jahren drei Schwerpunkte herausgebildet.

Der erste ist unser klassisches Betätigungsfeld seit über 100 Jahren: die Entwicklung und Verbesserung von Dämm- und Baustoffen, Bauteilen und Dämmkonstruktionen hinsichtlich ihrer wärme- und feuchtetechnischen Eigenschaften. Der zweite betrachtet das Gebäude als Ganzes – Energieeinsparung im Bestand, Energieeffizienz und die dauerhafte Funktionsfähigkeit von Konstruktionen. Der dritte hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen: die Nachhaltigkeit von Materialien und Bauausführungen über den gesamten Lebenszyklus, einschließlich der Frage nach der „Grauen Energie" in Gebäuden und Anlagen.

Unsere Untersuchungen sind dabei nicht auf das Bauwesen begrenzt. Berechnungen, Simulationen und Messungen führen wir auch für baufremde Branchen durch – etwa für Kühlgeräte oder im Logistikbereich für Transportbehälter und Kühlfahrzeuge.

Unsere Dienstleistungen

Für Partner, die ein Vorhaben mit uns aufsetzen wollen. Wir bearbeiten Forschungsprojekte als Partner oder Koordinator und unterstützen Sie von der Projektidee bis zur Abwicklung.

  • Forschungsvorhaben zu allen Bereichen des Wärme- und Feuchteschutzes – von einzelnen Komponenten über Bauteile und Systeme bis zu Gebäuden
  • Anwendungsorientierte Forschung an Dämmstoffen, Baustoffen, Komponenten und Systemen
  • Forschung zur Energieeinsparung von Gebäuden und zur Energieeffizienz
  • Grundlegende wärme- und feuchtetechnische Fragestellungen, etwa der Einfluss von Produktionsparametern oder von Feuchte auf die Wärmeleitfähigkeit
  • Antragstellung und Projektmanagement für Vorhaben in Deutschland und Europa

Einen Überblick über laufende Vorhaben geben unsere aktuellen Projekte.

Für Hersteller, die ein Produkt weiterentwickeln oder neu einführen. Wir begleiten die Entwicklung wissenschaftlich – von der Idee bis zur Markteinführung – und verbinden dazu Laboruntersuchungen mit Berechnungen und Simulationen.

  • Optimierung der wärme- und feuchtetechnischen Kennwerte von Dämm- und Baustoffen, Bauteilen und Dämmkonstruktionen
  • Messung der Materialparameter, auch als Eingangsdaten für wärmetechnische Simulationen
  • Bestimmung des Wärmedurchgangs von Komponenten und Bauteilen im 1:1-Maßstab bis 3,5 m × 3,5 m
  • Begleitung etablierter Produkte wie Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ebenso wie neuer Bauprodukte, etwa Vakuumisolationspaneele (VIP) und Advanced Porous Materials (APM)
  • Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette: vom Material zum Bauteil und weiter zur kompletten Gebäudehülle
  • Unterstützung bei technischen Handbüchern und Produktunterlagen

Wenn Messen allein nicht ausreicht. Das Verhalten einer Konstruktion über Jahrzehnte oder unter wechselnden Randbedingungen lässt sich im Labor kaum abbilden. Hier rechnen wir – abgesichert durch Messwerte aus den eigenen Prüfständen.

  • Instationäre Simulationen mit ansteigenden oder sinkenden Temperaturen
  • Simulationen zur Bewegung in Flüssigkeiten und Gasen (CFD)
  • Dauerhafte Funktionsfähigkeit von Konstruktionen und Sanierungsmaßnahmen
  • Analyse von Feuchteverteilungen, ergänzt durch Messungen an Bauteilen mit realistischem Feuchtegehalt zur besseren Schadensbeurteilung
  • Wärmebrückenkataloge
  • Berechnungen für baufremde Anwendungen wie Kühlgeräte, Transportbehälter und Kühlfahrzeuge

Für alle, die vom Bauteil auf das ganze Gebäude schauen. Wir bestimmen den Energiebedarf, schätzen Sanierungspotenziale ab und untersuchen, wie sich Maßnahmen im realen Betrieb verhalten.

  • Bestimmung des Energiebedarfs von Bauteilen, Systemen und Gebäuden
  • Ganzheitliche Betrachtung des Wärmeverlustes unter Berücksichtigung von Standort, Klima und Nutzerverhalten
  • Studien und Potenzialabschätzungen für Sanierungen

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Für Hersteller, die den Umweltfußabdruck ihres Produkts belegen müssen. Der Nachweis der Umweltwirkungen über den Lebenszyklus wird zunehmend zur Voraussetzung – in Ausschreibungen, in Gebäudezertifizierungen und durch regulatorische Anforderungen.

  • Ökobilanzierung (LCA) zur Erstellung von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) nach EN 15804+A2:2019
  • Lebenszyklusbetrachtung von Dämmstoffen, Bauprodukten und Konstruktionen
  • Bewertung der Nachhaltigkeit von Materialien und Bauausführungen, einschließlich der „Grauen Energie" in Gebäuden und Anlagen

Von Vorteil ist dabei, dass die für eine Ökobilanz benötigten Produktkennwerte bei uns im Haus gemessen werden können – Prüfung und Bilanzierung greifen so unmittelbar ineinander. Mehr Informationen.